Menu

Was kommt nach der digitalen transformation?

Weiterspielen auf

In dieser letzten Episode unserer Miniserie über Digitalisierung erörtern Janne Marie Van Vlastuin und Jarosław Granat, was nach Abschluss eines digitalen Transformationsprojektes folgt.

Unser digitales Transformationsprojekt ist abgeschlossen – keine Projektarbeiten mehr zu erledigen, keine Progress Meetings mehr abzuhalten, alle Aufgaben abgehakt. Aber heißt das auch, dass nun alles erledigt ist und unsere Organisation digital umgewandelt und bereit ist, die Welt zu erobern? Leider nein. In dieser Episode von IT Leadership Insights erklärt Janne Marie warum es noch nicht an der Zeit ist, Erfolge zu feiern und was noch beachtet werden muss, um sicherzustellen, dass die Fundamente, die wir gelegt haben, nicht zerfallen.
Um herauszufinden, wie man sich auf die Digitalisierung vorbereiten kann und wie man sie richtig ausführt, schauen Sie sich die ersten beiden Episoden dieser Miniserien über digitale Transformation an.

Unsere Gäste:

Janne Marie van Vlastuin ist die Mitbegründerin von 10DED, die Organisationen unterstützt, die die Technologie von beiden Seiten aus humanisiert. Dazu unterstützen sie Führungskräfte und Organisationen auf pragmatische und verständliche Weise, sich auf das digitale Zeitalter vorzubereiten. Janne Marie verfügt über eine einzigartige Kombination aus praktischer Erfahrung als Führungskraft im Vertrieb, Marketing, Service, IT und HR, kombiniert mit umfangreichen Kenntnissen und Erfahrungen im Hinblick auf bewährte Verfahren, Veränderungsmanagement und verschiedene Methoden. Dies ermöglicht ihr, alle erforderlichen Sprachen zu sprechen, die erforderlich sind, Unternehmen voranzubringen und ihnen das richtige Werkzeug und den richtigen Rahmen auf entsprechende Weise zu vermitteln. Sie ist anders, aber das macht sie zu einer erfolgreichen Expertin in Umgestaltungsprogrammen im kommerziellen Bereich. Janne Marie wurde zur „Innovativsten Führungskraft 2017“ des CIO Magazins in den Niederlanden gekürt.

Jaroslaw Granat ist Future Processing’s Head of Client Engagement, der sich für die Gewährleistung des höchsten Serviceniveaus für die Kunden des Unternehmens einsetzt. Er hat Computerwissenschaften und Wirtschaftspsychologie studiert und arbeitet bereits seit 10 Jahren im IT-Bereich.

Das Transkript der Episode

Jarosław Granat (JG): Hallo und willkommen zu dieser Episode von IT Leadership Insights von Future Processing. Mein Name ist Jarosław Granat, und in der heutigen Folge geht es um die Digitalisierung. und was als nächstes kommt, wenn die Digitalisierung abgeschlossen ist. Falls Sie es noch nicht bemerkt haben, gibt es noch zwei weitere Folgen über dieses Thema die wir zuvor veröffentlicht haben, schauen Sie sich bitte auch diese an. Auch hier heiße ich unsere Expertin, Janne Marie Van Vlastuin, welche als Beraterin für kommerzielle Geschäftstransformationen fungiert, willkommen zurück.

Janne Marie Van Vlastuin (JMvV): Vielen Dank.

JG: Also, wir sind an dem Punkt, wo wir das Projekt geliefert haben, Hände schütteln, Glückwunschkarten senden und eine Flasche Champagner öffnen können. Stimmts?

JMvV: Ja, ich hoffe es, aber nicht weil es fertig ist, sondern weil wir das Fundament geliefert haben.

JG: Das Fundament.

JMvV: Ja, wir haben das Fundament geliefert.

JG: Was steht also als Nächstes an?

JMvV: Eine Grundlage zu setzten, um ein lernendes und sich entwickelndes Unternehmen zu sein. Nach Ihren Daten also, sind Sie bereit zu experimentieren, und wirklich neue Technologien zu testen und einzubeziehen. Oder machen Sie eine KI, Sie haben ja die Daten dazu, und sehen Sie, was passiert, wenn Sie vorausschauende Analysen haben, und automatisieren Sie diese vielleicht, oder beginnen Sie, auf eine andere Weise, mit Ihren Kunden zu kommunizieren. Also ja, das muss danach passieren. Ihr Unternehmen muss also bereit sein, es von außerhalb zu betrachten, und nicht aus der Sicht des Projektes.

JG: Also gut, was wären die Bereiche, die zu beobachten und zu überwachen sind? Ich kann mir vorstellen, dass die Daten dazugehören, ja?

JMvV: Ja, absolut, denn Daten sind der Schlüssel. Sie sollten Daten genauso wertschätzen wie Geld, das Sie als Unternehmen generieren. Sie sollten sie an einem sicheren Ort speichern und ordnungsgemäß, den richtigen Eigentümer festlegen, das ist das Erste. Sie müssen aber auch überprüfen, ob die Personen, die die Daten eingeben, die richtigen Daten eingeben. Überwachen Sie, ob sie die Leistung erbringen, auf die Sie sich als Organisation geeinigt haben. Das ist essentiell, denn die Qualität muss auf dem richtigen Niveau bleiben.

JG: Eine der Eigenschaften der Technologie ist, dass sie ziemlich schnell veraltet, und eine große Transformation möglicherweise mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann. Und ich habe nach meiner Erfahrung festgestellt, dass wenn das Projekt fertiggestellt wurde, die Technologie bereits schon wieder veraltet war. Was mache ich in solchen Fällen?

JMvV: Ich stimme zu, aber deshalb setze ich immer auf einen Standard. Wenn Sie also etwas implementieren, verändern Sie nicht, was Sie erworben haben, wenn Sie eine Standardlösung gekauft haben, bauen Sie Funktionen außerhalb dieser Lösung auf. Behalten Sie die Tabellen bei, behalten Sie sie uniform, sodass die Definition eines Feldes nicht für etwas anderes verwendet werden kann. Und was sehen Sie bei veralteter Technologie, oder wenn sie hängen bleibt, was ist das schlimmste, was Sie tun müssten? Daten von einem System zu einem anderen migrieren. Wenn die Qualität schlecht ist, kann man es nicht leicht in anderen Systemen richtig machen, ich glaube, die Reinigung kostet 10 Euro pro Platte. Und das ist teuer. Stellen Sie sich also vor, was passiert, wenn Sie etwas implementiert haben und Ihren Benutzern erlauben, es zu missbrauchen. Welche Kosten entstehen dadurch, wenn Sie bei einer Migration auf eine neue Art von Technologie umsteigen müssen.

JG: Okay. Ich denke, dass es viele Verfahren gibt, oder Dinge, die erledigt werden müssen, während das Projekt durchgeführt wird, in Bezug auf die Daten, und wer soll dafür verantwortlich sein? Denn ich denke, dass es immer einen enormen Druck gibt, wenn das Projekt in Kraft tritt und eingerichtet ist, aber wenn es fertig ist, denke ich, dass es nach seiner Abgabe sehr mau behandelt werden könnte.

JMvV: Ja, und deshalb sollten Sie sich vor dem Start eines Projektes bereits Gedanken darüber machen, wer der Eigentümer sein wird, und was er oder sie benötigen wird, um das zu pflegen, was ihm geliefert wird. So stellen Sie sicher, dass die Dinge auf die richtige Art und Weise benutzt werden, dass die Rollen vorhanden sind, dass ihr funktioneller und technischer Support vorhanden ist. Und wenn Ihnen bestimmte Kenntnisse fehlen, z. B. wenn Sie eine spezielle Lösung haben, oder eine SES-Lösung haben oder wenn Sie die Entwicklung von jemand Drittem machen lassen, denken Sie bereits darüber nach, wer dafür verantwortlich sein soll, sicherzustellen, dass die Kontinuität der Lösung gesichert ist. Machen Sie das also nicht am Ende, machen Sie es am Anfang, denn da können Sie noch immer gute Vereinbarungen aufstellen, und sicherstellen, das alles funktionieren wird.

JG: Wie oft stoßen Sie nach Abschluss des Projekts auf eine Situation, in der es im Unternehmen an Kenntnissen mangelt, weil die Mitarbeiter, insbesondere wegen externen Beratern, einige Firmen ihren Vertrag abschließen und dann anschließend weg sind?

JMvV: Ja, stimmt, so etwas sieht man oft.

JG: Das kann wohl katastrophale Konsequenzen haben, oder?

JMvV: Ja, absolut. Zum Glück habe ich das noch nicht erlebt. Aber ich denke, wenn man sich die Unterlagen ansieht und ein Wissen wirklich sicherstellt, denn Leute sollten nicht zum individuellen Betrachter von Unternehmenswissen werden. Es sollte auch für alle anderen verfügbar werden. Das ist auch der Grund, warum wir die ganze Transformations- Sache in erster Linie so eingerichtet haben, dass Wissen nicht nur im Kopf einer einzelnen Person ist, sondern dass man Wissen teilen kann und als Firma gemeinsam schlauer wird. Was ich jetzt am liebsten mache, weil solche Wissensdatenbanken normalerweise noch nicht Teil der Entwicklung sind, ist, dass ich meinen Dienstanbieter einbeziehe. Nach der Auslieferung können Sie sich also mindestens ein paar Stunden pro Monat an sie wenden, um funktionale Fragen zu stellen, obwohl Sie diese Möglichkeit auch im Gebäude hätten. Weil Sie ihr System richtig eingerichtet haben, um das richtige Wissen bereitzustellen, im Falle einer Frage von der Firma. Und Sie sind nicht auf die Personen angewiesen, die selbst aktiv am Projekt beteiligt waren. Also ja, ich outsource gerne mal ein wenig.

JG: Wenn ich mal über unser gesamtes Gespräch nachdenke, fällt mir auf, dass die richtige Vorbereitung wichtig ist. Es hört sich offensichtlich an, aber wenn wir Negativbeispiele und ihre Konsequenzen hören, dann ist die richtige Vorbereitung um so wichtiger. Die richtige Vorbereitung ist ein Schlüsselfaktor zum Erfolg, ja?

JMvV: Ja, absolut. Wenn Sie sich also das Projektmanagement ansehen, weil es sich um ein sehr traditionelles Projektmanagement handelt, werde ich es nicht als besonders ausgefallen bezeichnen. Es ist altmodisches PRINCE2 mit etwas Wissen von Standish, zu dem ich jedem raten würde. Denn Standish untersucht, ich denke, weshalb Projekte aus den 80ern, 90ern, fehlschlagen. Und sie behandelten damals nur IT-Projekte. Und wenn man sich die Gründe der Fehlschäge anschaut, oder der Erfolge, sind etwa 70 % bis 80 % von der Organisation abhängig, und ob sie funktioniert. Und 20 % bis 30 % wegen des Projektmanagements. Das ist also das, was man beeinflussen kann. Wenn Sie ihr Unternehmen also vorbereiten, und Zeit und Mühe in das Unternehmen investieren, die Projekte richtig auszuführen, haben Sie die Chance, kontrollierte Projekte zu erhalten, bei denen die Qualität vorhersehbar ist, innerhalb der Zeit, innerhalb des Budgets. Sie erhöhen sich mit jeder Messung die Erfolgschance.

JG: Nehmen wir also an, wir haben solide Grundlagen für den Bau der Zukunft, für was sollte sich das Unternehmen vorbereiten, was kommt als nächstes auf der Agenda für die Digitalisierung in der Welt?

JMvV: Nun, ich rate jedem, mit dem Lernen zu beginnen, weil es so ist, als würden Sie an einem Stück Land arbeiten, und Sie sind es gewohnt, es mit Eimer und Schaufel zu tun, und das war Ihre alte Arbeitsweise, und jetzt haben Sie plötzlich eine Kuh und einen Pflug, das ist also Innovation. Da draußen gibt es jedoch schon Sensoren im Boden, mit denen man messen kann, wie die Kartoffeln wachsen, und wie feucht es ist, und Sie haben schon all diese großen Maschinen die viele Hektar an einem Tag schaffen. Also, öffnen Sie sich, seien Sie glücklich mit ihrer Kuh aber gehen Sie auch mal nach draußen, und schauen Sie, was so verfügbar ist, und bringen Sie es mit. Machen Sie die Menschen auf alle Möglichkeiten aufmerksam, die Ihnen die Technologie bieten kann, denn Innovation ist nichts anderes, als eine vorhandene Lösung für ein auftretendes Problem zu finden, die mit einer anderen Art der Nutzbarmachung verknüpft ist, und dann können Sie Innovationen durchführen. Wenn Sie also nicht wissen, was es so gibt, können Sie also auch nicht innovativ sein.

JG: Okay, danke für diesen wirklich interessanten Einblick, was nach einer Digitalisierung zu tun ist, und für das gesamte Gespräch über die Digitalisierung.

JMvV: Nun, vielen Dank.

JG: Es war wirklich interessant, und ich hoffe dein Besuch gefiel dir auch. Und vielen Dank an die Zuschauer, die diese Episode von Einblicke in die IT-Führung von Future Processing geschaut haben. In dieser Folge ging es darum, was man machen sollte, nachdem man sich digitalisiert hat, und es war die finale Episode unserer kleinen Serie über die Digitalisierung. Falls Sie dieses Video nützlich fanden, zögern Sie bitte nicht dieses Video zu teilen und zu empfehlen, und falls es etwas gibt, worüber wir diskutieren sollten in einer nächsten Episode, lassen Sie es uns wissen. Vielen Dank noch einmal, bis zum nächsten Mal.

Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer.

Diese Cookies werden verwendet, damit wir ständig unsere Website verbessern können und damit Ihnen auf dieser Website oder über andere Medien personalisierte Dienste anzubieten.